Gedichte

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   Efkan Igdir

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Menschen Rechte...

1.Wir alle sind von Geburt

an frei und gleich an Rechten.

2.Niemand darf grundlos unterschiedlich behandelt

 werden.

4.Sklaverei ist verboten.

11.Unschuldig bis zum

 Beweis der Schuld.

12.Das Recht auf Privatleben.

17. Unser Eigentum.

18.Gewissens-und Glaubensfreiheit.

19.Meinungs-und Redefreiheit.

    

Bericht aus der Heimat

Ich habe einen Brief bekommen aus der Heimat
Es ist Frühling dort in den Bergen
Ich habe den Brief geöffnet und gelesen.
Die Rosen in meinem Garten sind holzig geworden.

Es gingen 30, 40 Jahre ins Land.
Mein Lebensrad dreht sich langsamer.
Im fremden Land bin ich mutterseelenallein.
Es gibt keinen Unterschied zwischen
Leben und Gefängnis.

Aus meiner Generation ist einer nach dem anderen gestorben.
Eine neue Generation ist herangewachsen.
Meine Heimat ist für mich zur Fremde geworden.
Es gibt keinen Unterschied zwischen
Heimat und Fremde.

Ich bin schon 70 Jahre alt geworden.
Meine Beine machen nicht mehr mit.
Mein Rücken ist wie festgeklebt an mein Bett.
(Meine Lebenstage sind gezählt.)
Es gibt keinen Unterschied zwischen
Leben und Tod.

Ich bin Efkan und ich sage mir: " Du bist hier ganz allein.
Du bist arm in deinem Reichtum.
Du bist auf dem Weg zur Ewigkeit.
Es gibt keinen Unterschied zwischen
Anfang und Ende.

Die Friedhofserde nimmt mich an.
Mein Körper hat ausgedient                        Und nährt die Blume.
Ein Stück von mir liegt am Morgen in ihrem Duft.
Es gibt keinen Unterschied zwischen
Leben und Lebenskreislauf."

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                     3
Gib nicht auf! - Behalt dein Lächeln!

Es ist Sommer, der Monat August.
Es ist dunkel, tief in der Nacht.
Und du schläfst fest.
Ein unbekanntes Krachen.
Du bist noch nicht ganz wach,
als deine Wohnung über dir zusammenbricht.
Es sieht so aus,
als ob es keinen Ausweg gibt.
Und dann ...
Umarme das Leben mit der Hoffnung,
weine, bis du müde bist.
Ärgere dich, schimpfe, schrei und fluch.
Und dann... Gib nicht auf!
Deine Augen sollen strahlen
  
          wie die Sonne.


Deine Mutter, die unter den Mauern liegt,
die nicht genügend betoniert sind!
Dein Vater, der unter der Decke liegt,

die nicht genügend Eisen hat.
Sie sind tot, die dir Leben gaben.
Einer, eine nach dem anderen
sind sie gestorben.
Du bist Waise, du bist elternlos;
du bist in deiner Erbebens-Zelle.
Bete, flehe zu deinem Schöpfer.
Für das Leben! Für dein Morgen!
Für dich! Für uns alle!                                  Und dann
Bitte lächeln.
Deine Augen sollen strahlen                         wie ein Stern.


Du unter dem eingestürzten Gebäude.
Sieben Ebenen höher,  da bin ich.
Und Kinder in deinem Alter. Stell dir vor!
Kinder deines Alters sehen die Sonne.
Du,  die du Schmerzen und Hunger hast –
womit kannst du dich sättigen?
Sag nicht, deine Mutter ist schon tot,  umarme sie! Ihr erkaltender Körper erinnert dich
an das warme Gefühl. Sag dann:
“Eines Tages werde auch ich Mutter sein!“
Sag das! Und dann ...
gib nicht auf!. Deine Augen sollen strahlen
  
wie das Licht.
Behalt dein Lächeln!
Deine Hoffnung wird größer.
Das Lachen baut dir die Zukunft.
Wenn du der Sonne „Hallo“ sagst,
gegen die Diebe, gegen die Unehrlichen.
Die Hoffnung soll  dir eine Fackel sein
im Kampf gegen sie.
Behalt dein Lächeln,
Baby,  du darfst nicht sterben.
Bitte gib nicht auf,  du musst leben,
morgen musst du die Sonne sammeln.
Ich brauche dich.  Wir brauchen dich.
Mehr als du uns brauchst.
Millionenfach mehr, als du uns brauchst...

 

              So wie Du

Unsterbliche Liebe, heilige Harmonie,

Verbotene Zärtlichkeiten und

zu weit gehende Wüsche,

Unstillbares Verlangen.

Die Befruchtung hat begonnen.

Es war Sommer im Juli, bei tag

am trüben Bach.

Zwischen durch rötliche Hagebutten

 Dorngestrüpp.

Zwischen durch rötlicher Himbeerbusch.

Wegen der Dornen haben wir zwei

Verliebte überall geblutet.

Kurze Zeit später war das Embryo da,      

Es fühlte sich wohl in der Gebärmutter.

genährt von der Plazenta...

So wie bei Dir...

Während die Welt sich um mich dreht,

Entsteht mein liebevolles Herz,

Die Hände, die meine Liebe umarmt.

Die Füße, mit denen zu dir komme.

Zwanzig Wochen später konnte man

mich schon erkennen.

Ich war perfekt ausgebildet...

Ich hatte meinen eigenen Mund,

meine eigene Nase.

Ich hatte meine eigene Augen, Ohren,

Lippen und Wille.

             So wie Deine...

Dritter, fünfter siebter und neunter

Monat sind schnell vorbei...

Aus ein paar Mikrometer wurden

50 Zentimeter,

Aus ein paar Milligramm wurden

 Kilogramm.

Ich war schon groß. Ich konnte hören,

Ich konnte fühlen und hungrig sein...

Ich konnte die Streicheleinheiten

 wahrnehmen,

Die meine Mutter mit schickte.

 Die Zeit ist gekommen.

Nach der in einer langen und

 schmerzhaften Nacht,

Ich verließ die Geborgenheit.

Erst mein Kopf, dann meine  Schultern,

Am Ende kamen meine Füße raus.

Ich war da...!

Mit Flüssigkeit, mit Blut und

          mit  Geschrei.

Aber ohne Sünde, ohne Schuld und Frei.       

 So wie Du...